Immer weiter.
Und trotzdem nicht angekommen.
Psychologische Begleitung für das, was im Funktionieren keinen Platz hatte.
Stille ist nicht ruhig. Sie ist laut. Du hältst sie kaum aus, ohne etwas anzumachen. Beim Essen läuft ein Video. Selbst runter zum Müll gehst du nicht ohne AirPods und Podcast. Du checkst deine Nachrichten. Einfach, damit es nicht still wird.
Der dritte Cappuccino soll irgendetwas richten. Du weißt nicht genau, was. Aber irgendetwas fehlt.
Du erreichst etwas. Freust dich kurz. Dann kommt diese Leere. Und weil du nicht weißt, was du sonst machen sollst, machst du weiter: Noch ein Projekt. Noch ein To-Do. Noch ein bisschen an dir arbeiten.
Andere wirken weiter. Klarer. Also ranhalten.
Und dieser eine Gedanke lässt dich nicht los: Wenn ich das noch schaffe. Wenn ich dieses eine Problem loswerde. Wenn ich diesen einen Teil von mir repariere. Dann kann ich ruhiger werden. Dann kann ich glücklich sein. Dann bin ich endlich gut.
Und irgendwo dazwischen ist diese leise Frage: Warum komme ich eigentlich nicht an, obwohl ich doch ständig renne?
Oft haben meine Klienten das schon ausprobiert
  • Meditation und Achtsamkeit (Zazen, Apps wie Seven Mind oder Headspace) – und trotzdem wird es in den entscheidenden Momenten eng.
  • Produktivity-Tools und Systeme (Pomodoro, Notion, Time Blocking, GTD) – und trotzdem bleibt dieses Gefühl, nie wirklich voranzukommen.
  • Personal-Development-Content (Tony Robbins, Andrew Huberman, TED-Talks) – und danach kurz Klarheit, die im Alltag schnell wieder verschwindet.
  • Ernährungs-Umstellungen, Supplements, Schlafoptimierung – in der Hoffnung, sich dadurch irgendwie besser zu fühlen.
Das eigentliche Problem ist…
  • … dass du denkst, im Außen müsste sich etwas verändern – obwohl es eigentlich um etwas Inneres geht
  • … dass du versuchst, unangenehme Gefühle loszuwerden – obwohl sie genau wichtige Informationen tragen.
  • … dass du glaubst, mit dir stimmt etwas nicht – obwohl vieles von dem, was du an dir nicht magst, einmal sinnvoll war.
  • … dass du dich ständig optimierst – und dabei immer mehr gegen dich selbst arbeitest.
Manchmal ist nicht das Problem das Problem – sondern der Kampf dagegen.
Du willst wissen, wie …
  • … du unangenehme Gefühle wahrnehmen und regulieren kannst, ohne gegen sie anzukämpfen oder dich abzulenken.
  • … du im Moment selbst mitbekommen kannst, dass du gerade automatisch reagierst – und dann kurz innehalten kannst.
  • … dein Gedankenkreisen und inneres Getriebensein ruhiger werden kann.
  • … du nach etwas streben kannst – und gleichzeitig zufrieden sein kannst mit dem, was gerade ist.
Meine Arbeit in einem Satz
In der Begleitung lernst du, wahrzunehmen, was in dir passiert, auch dann bei dir zu bleiben, wenn es unangenehm wird, und den Autopiloten im entscheidenden Moment zu unterbrechen. Gerade dann, wenn es stressig ist. Und wenn der Zugang zu deinen Gefühlen nicht selbstverständlich ist.
Was wirklich hilft
Viele Ansätze greifen zu kurz, weil sie etwas Entscheidendes auslassen: den Moment, in dem es tatsächlich schwierig wird. Du willst dich nicht mehr so getrieben fühlen. Ruhiger werden. Aber genau dann, wenn es darauf ankommt – wenn Spannung da ist, Druck, Unruhe – reagierst du oft automatisch.
Das Problem ist nicht, dass du nicht weißt, was eigentlich gut wäre – sondern dass dein System in diesen Momenten schon im Autopilot ist.
Deshalb hilft es wenig, noch mehr zu verstehen oder noch bessere Strategien zu kennen. Denn all dein Wissen ist in diesem Modus einfach nicht zugänglich. Was es stattdessen braucht, ist etwas anderes: zu merken, was in diesen Momenten in dir passiert – und einen Augenblick bei den Gefühlen zu bleiben, vor denen dich der Autopilot versucht zu schützen. Darauf basiert meine Begleitung:
01
Verstehen
Wir schauen gemeinsam, aus welchen guten Gründen du in den Autopiloten gehst. Und wie das genau aussieht, wenn du in diesem Modus bist.
02
Den Umgang mit dir erkennen
Wir blicken darauf, wie du mit dir sprichst, wenn du im Autopiloten bist. Und wie du diesen Modus von dir bewertest.
03
Fühlen
Wir bleiben einen Moment länger bei dem, was unter dem Autopilot drunterliegt und oft zu gefährlich schein, zu fühlen: Traurigkeit. Druck. Einsamkeit. Anspannung. Und genau dann passiert meistens etwas. Dein System muss nicht mehr dagegen ankämpfen. Energie wird frei. Du wirst innerlich ruhiger.
Nicht, weil das Problem „gelöst“ ist – sondern weil du nicht mehr gegen dich arbeitest.
Was dadurch möglich wird
  • … nicht mehr ständig das Gefühl haben, noch nicht genug zu sein.
  • … Freizeit und Pausen wirklich genießen – statt innerlich schon beim Nächsten zu sein.
  • … den Unterschied zwischen automatischer Reaktion und bewusstem Entscheiden mitbekommen: Momente von innerer Wahl-Freiheit.
  • … dich für Aktivitäten entscheiden, die dich erfüllen – statt einfach irgendwas zu machen, um beschäftigt zu bleiben.
Wenn du merkst: „Das bin ich.“
Dann kannst du hier ein unverbindliches Gespräch vereinbaren.
Wie ich arbeite
Einblicke in meine Art zu arbeiten, meinen Stil und mein Fokus - damit du eine Idee davon bekommst, was dich erwartet.
Wie eine typische Sitzung aussieht
In unserer Arbeit geht es um den Moment, in dem etwas in dir passiert. Zum Beispiel: Du merkst, dass dein Kiefer sich anspannt – während du nach außen noch sagst: „Alles gut.“ Und dann halten wir kurz inne. Nicht erklären. Nicht analysieren. Nur merken: Ah, so ist es gerade. Wir bleiben bei diesen kleinen Stellen, die wir sonst übergehen: der flachere Atem, der Impuls, schnell das Thema zu wechseln, die Hitze, die ins Gesicht schießt. In der Begleitung üben wir, bei dem zu bleiben, was auftaucht. Ohne es loswerden zu müssen. Es zu befreunden. Langsam. Neugierig. Ohne Druck. So, wie man jemanden kennenlernt, dem man lange ausgewichen ist. So entsteht nach und nach ein Gefühl dafür, wie du innerlich funktionierst – und was du eigentlich brauchst.
Hier musst du nichts leisten
Oft kommen Menschen in das erste Gespräch und denken: „Ich müsste jetzt eigentlich etwas fühlen.“ Oder: „Da müsste doch mehr sein.“ Hier nicht. Es geht nicht darum, am Ende der Stunde „weiter“ zu sein. Kein Aha-Moment, der zwingend kommen muss. Keine große Emotion, die beweist, dass es sich „gelohnt“ hat. Manchmal ist einfach wenig da. Oder Spannung im Körper. Skepsis. Oder der Gedanke: Ich will hier eigentlich nicht sein. Das darf da sein. Dann wenden wir uns dem zu.
Vielleicht willst du da gerade nicht hinschauen
Vielleicht merkst du beim Lesen, dass du wenig Lust auf Stille oder unangenehme Gefühle hast.
Verstehe ich. Wenn ich mich begleiten lasse, geht mir das oft genauso. Und wenn du das gerade in dir bemerkst – dieses „Ich will da nicht hin“ – sind wir schon mittendrin. Denn in der Begleitung beginnen wir genau dort: bei der Bewegung, die weg will. Und nur wenn es sich sicher anfühlt, bleiben wir für ein paar Sekunden bei diesem Gefühl. In kleinen, gut verdaulichen Schritten.
Für wen es passt
Meine Begleitung ist für dich, wenn du …
  • Ruhe unangenehm findest und dich gleichzeitig nach ihr sehnst.
  • immer weiter willst – und dir gleichzeitig wünschst, endlich anzukommen.
  • versuchst, bestimmte Teile von dir loszuwerden – und merkst, dass sie trotzdem immer wieder auftauchen.
  • glaubst, dass du erst „anders“ werden musst, damit es dir wirklich gut gehen kann.
Meine Begleitung ist vermutlich nicht das Richtige für dich, wenn du …
  • schnelle Tipps, Strategien und Lösungen suchst.
  • hoffst, dass unangenehme Gefühle möglichst schnell verschwinden.
  • möchtest, dass ich dir sage, was du tun sollst.
  • vor allem deine Leistungsfähigkeit und Effizienz weiter optimieren möchtest.
Meine Haltung
Ein paar Gedanken dazu, warum ich so arbeite und wie ich auf Psychologie schaue.
Warum ich diese Arbeit mache
Ich kenne es, neben meiner Partnerin im Bett zu liegen und gedanklich trotzdem noch bei der Arbeit zu sein. Ich kenne den Vergleich mit anderen Männern meines Alters und diese leise, nagende Frage: Bin ich eigentlich weit genug? Ich kenne auch die kleinen Versuche, etwas daran zu ändern: Der nächste Cappuccino. Das kurze Hoch beim Online-Shopping. Noch ein Selbsthilfebuch. Noch ein Workshop – immer mit der Hoffnung, dass irgendwo dieser eine Life-Hack wartet, der alles leichter macht. Ich erzähle das, damit du weißt, von wo ich spreche. Diese Arbeit ist kein Konzept für mich. Sie ist das Ergebnis eines Weges, den ich selbst gegangen bin – und in Teilen immer noch gehe.
Vielleicht liegt es nicht nur an dir
Wenn wir langsamer werden und anfangen mitzubekommen, was in uns passiert, taucht manchmal etwas Überraschendes auf: Ein Teil von dem, was wir für unser persönliches Thema halten, gehört gar nicht nur zu uns. Viele Menschen funktionieren. Sie gehen zur Arbeit. Sie kümmern sich. Sie halten durch. Und trotzdem liegen sie abends im Bett und fühlen sich leer oder allein – ohne genau sagen zu können, warum. Dann kommt oft der Gedanke: Mit mir stimmt etwas nicht. Ich glaube eher: Mit der Art, wie wir heute leben, stimmt einiges nicht. Wenn in unserer Welt vor allem Leistung zählt, das Tempo hoch ist und jeder irgendwie alleine klarkommen soll, lernt unser Körper genau das: anspannen, durchhalten, funktionieren. Gefühle, die eigentlich nach Nähe, Pause oder Unterstützung rufen, werden dann schnell zu etwas, das wir wegdrücken müssen. Irgendwann kann genau das, was dich lange getragen hat – durchhalten, sich zusammenreißen, nichts brauchen – irgendwann anfangen weh zu tun. Deshalb ist meine Arbeit für mich auch politisch. Weil ich ernst nehme, dass vieles von dem, was sich in dir zeigt, eine verständliche Antwort auf die Bedingungen ist, in denen du lebst.
Wie ich auf Psychologie schaue
Psychologische Begleitung heißt für mich nicht, sich möglichst schnell besser zu fühlen. Sondern wieder lernen zu fühlen. Ich glaube, dass psychologische Begleitung auch ohne Diagnose sinnvoll ist – und dass sie den Körper braucht, nicht nur den Kopf. Und ich glaube, dass es in einer kranken Gesellschaft manchmal ein Zeichen von Gesundheit ist, wenn es uns nicht gut geht. Du wirst bei mir auch keine Arbeitsblätter, Hausaufgaben oder digitalen Tools finden, die dich weiter optimieren sollen. Mich interessiert, was in dir passiert – und was es braucht, damit du damit in Kontakt kommen kannst.
Wer dich hier begleitet
Damit du eine Vorstellung bekommst, wer dich begleitet: Mein professioneller Hintergrund ist mein derzeitiges Master-Studium der Klinischen Psychologie und Psychotherapie. Ich bin ausgebildeter Seelsorger und halte regelmäßig Seminare, in denen ich Menschen dazu ausbilde, anderen in psychischen Notsituationen beizustehen. Freiberuflich arbeite ich seit einiger Zeit mit Menschen in psychologische Einzelgesprächen. Außerhalb meiner Arbeit verbringe ich am liebsten Zeit mit meiner Partnerin und Freunden. Meine Eltern sind beide Köche – ich bilde mir ein, deshalb auch gut kochen zu können. Auf jeden Fall tue ich es sehr gern. Ich spiele selten, aber gerne Gitarre, habe eine Schwäche für Grafikdesign und jogge gerne längere Strecken. Ich bin Christ und versuche regelmäßig sonntags in den Gottesdienst zu gehen. Ich hätte gern einen Hund.
Sebastian Bäurle
Rahmen & Investition
Rahmen Ich arbeite meist in einem gemeinsamen Prozess über etwa sechs Monate. Wir treffen uns alle zwei Wochen für 60 Minuten online. Dieser Zeitraum gibt genug Raum, um Vertrauen aufzubauen und Themen wirklich zu erkunden – statt nur an der Oberfläche zu bleiben.
Preisgestaltung Der reguläre Beitrag liegt bei 50 € pro Sitzung. Ich arbeite mit einer Sliding Scale zwischen 35 € und 75 €, damit Begleitung auch möglich ist, wenn Geld gerade knapper ist. Wenn du mehr finanziellen Spielraum hast, zahlst du eher am oberen Ende. Wenn nicht, schauen wir gemeinsam, was für dich machbar ist. Die Bezahlung erfolgt monatlich.
Sliding Scale zwischen
35€ bis 75€
Der nächste Schritt
Wenn du beim Lesen gemerkt hast: „Das spricht mich an.“ Dann ist der nächste Schritt ein unverbindliches Vorgespräch (ca. 20 Minuten). In diesem Gespräch schauen wir gemeinsam:
  • was dich gerade beschäftigt
  • ob meine Art zu arbeiten für dich passt
  • ob der Rahmen der Begleitung stimmig für dich ist
Es ist kein Coaching oder Therapiegespräch – sondern ein erstes Kennenlernen. Keine Sorge: Ich werde dich zu nichts drängen - und dir ehrlich sagen, wenn ich denke, dass etwas anderes dir mehr dienen würde.
Hi 👋 Lust in den Kontakt zu kommen? Dann schreib mir einfach an hi@sebastianbaeurle.de